Schonende Harnblasenentfernung nach der da Vinci Methode

Bei fortgeschrittenem Harnblasenkrebs ist die Harnblasenentfernung (Zystektomie) oftmals die beste Behandlungsform. Im Idealfall wird anschließend eine künstliche Harnblase geschaffen, die sogenannte Neoblase. Die Harnblasenentfernung nach der da Vinci-Methode ermöglicht es dem Chirurgen, beide Behandlungsschritte minimal-invasiv durchzuführen. Dadurch sinkt das OP-Risiko, und der Heilungsverlauf wird beschleunigt.

Bei der da Vinci-Methode handelt es sich um eine innovative, roboterassistierte OP-Technik. Der Chirurg führt den Eingriff mithilfe eines OP-Roboters durch, sodass kein großer Unterbauchschnitt erforderlich ist. Das Caritas-Krankenhaus St. Josef bietet die Blasenentfernung nach da Vinci ohne Zusatzkosten für den Patienten an.

Harnblasenkrebs: Behandlung und Prognose

Blasenkrebs ist ein bösartiger Tumor, der sich unbehandelt auf die gesamte Blase ausbreiten kann. In den meisten Fällen entstehen Harnblasenkarzinome in der Blasenschleimhaut, seltener in anderen Geweben der Harnblase. Zu den Ursachen von Harnblasenkrebs zählen vor allem Giftstoffe, die über die Harnwege ausgeschieden werden. Wichtigster Risikofaktor ist das Rauchen.

In Deutschland erkranken jährlich rund 16.000 Menschen an Blasenkrebs. Damit zählt Harnblasenkrebs zu den häufigsten Tumorerkrankungen überhaupt. Männer sind deutlich öfter betroffen als Frauen. Bei frühzeitiger Diagnose lässt sich Harnblasenkrebs in vielen Fällen erfolgreich behandeln. Die Heilungschancen sinken jedoch mit fortschreitender Ausbreitung des Tumors. Bevorzugte Behandlungsform ist in diesem Fall die teilweise oder vollständige Harnblasenentfernung. Bei oberflächlichen Karzinomen wird lediglich der Tumor entfernt und die Blase anschließend mit Medikamenten gespült. Auch eine Chemotherapie kommt zur Behandlung von Blasenkrebs infrage.

Minimal-invasive Harnblasenentfernung nach da Vinci

Mit der da Vinci-Methode bietet das Caritas-Krankenhaus St. Josef seinen Patienten eine neuartige, schonende Form der Harnblasenentfernung an. Die da Vinci-Operation ist ein minimal-invasiver Eingriff, der ohne offenen Schnitt und mit minimalen Verletzungen durchgeführt wird. Ebenso wie bei einer offenen Operation entfernt der Chirurg nicht nur die tumorbefallene Harnblase, sondern auch die umliegenden Lymphknoten. Falls eine künstliche Blase geschaffen soll, wird die Neoblase während desselben Eingriffs eingesetzt.

Für die Harnblasenentfernung nach der da Vinci-Methode nutzt der Operateur eine spezielle Steuerkonsole. An der Konsole erhält er einen umfassenden Blick auf das Operationsfeld mit bis zu 15-facher Vergrößerung. Die behandelten Bereiche werden ihm dreidimensional und in HD-Qualität dargestellt, sodass er selbst feinste Details exakt erkennt.

Für die Operation selbst nutzt der Chirurg mehrere Steuerarme. Jede Bewegung wird vom da Vinci-System übernommen und auf die ferngesteuerten Instrumente übertragen. Dabei gleicht das System auch Zitterbewegungen aus, sodass die Operation noch exakter und risikoärmer durchgeführt werden kann.

Vorteile der da Vinci Operation

Die Harnblasenentfernung nach da Vinci bietet für Operateur und Patient mehrere Vorteile. Über die Steuerkonsole kann der Chirurg den Eingriff exakter, effizienter und sicherer durchführen. Das Komplikationsrisiko sinkt, Nerven und Blutgefäße werden bestmöglich geschont.

Die da Vinci-Operation ist ein minimal-invasiver Eingriff, für den lediglich winzige Hautschnitte erforderlich sind. Dadurch kann die Gefahr von Komplikationen weiter gesenkt werden, und auch das kosmetische Ergebnis fällt in der Regel zufriedenstellender aus als bei einem offenen Eingriff. Die postoperativen Schmerzen und die Heilungsphase werden für den Patienten deutlich verringert.

Im Caritas-Krankenhaus St. Josef erhält jeder Patient eine eingehende persönliche Beratung zu den möglichen Behandlungswegen. Falls eine Harnblasenentfernung nach der da Vinci-Methode durchgeführt wird, übernehmen die Krankenkassen sämtliche Kosten.